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Bayerische Forschungs- und Informationsstelle – Inklusive Hochschulen und Kultureinrichtungen (BayFinK)

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Workshop zu Hörstiften als Audioguide im Museumseinsatz

14.03.2018

Vergangenes Wochenende (9.-11.3.18) trafen sich BayFinK und Andersicht e.V. zu einem gemeinsamen Workshop mit dem Entwickler des Ting-el-tangel-Projekts, um die Vor- und Nachteile verschiedener Hörstifte zu diskutieren.

Im Augenblick wird z.B. im Iwalewahaus Bayreuth und im Walmuseum Tönning der Hörstift „Penfriend“ als Audioguide eingesetzt. Konventionelle Audioguides funktionieren über Benutzeraktionen: . Dabei müssen die Besucher_innen z.B. eine Zahl eingeben, um die gewünschte Information abrufen zu können. Diese Benutzeraktion lenkt vom Objekt ab und schafft zusätzliche Hürden für blinde Besucher_innen - eine Nutzergruppe, für die Audioguides einen zentralen Mehrwert beim Museumsbesuch darstellen.

Bei einem Hörstift genügt es, eine gut fühl- und sichtbar gekennzeichnete Stelle anzutippen, um die Hörbeschreibung abzurufen. Das Prinzip der Hörstifte ermöglicht so einen „interaktiven“ Audioguide, bei dem die Objekte zu den Besucher_innen sprechen. Dies schafft einen direkten Zugang zu den Objekten und macht Spaß. Viele Kinder und Eltern kennen das Prinzip vom Hörstift-System TipToi® von Ravensburger.

Im Rahmen des Workshops wurden sowohl rechtliche Fragen erörtert als auch die Erstellung der Audioguides für den Hörstift geklärt, so dass eine neue Lösung ab April im Iwalewahaus zu erfahren sein wird. Wichtige Hilfen zum Verständnis der Technik hinter digitalem Papier und den Hörstiften lieferte das Ting-el-tangel-Projekt.

Verschiedene Dachorganisationen und Förderstellen werden nun angefragt, um dem Projekt Reichweite zu geben und vielleicht eine komplett eigenständige Lösung zu ermöglichen.

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